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St. Ursula gegen den Trend im Aufwind ... Drucken E-Mail
Geschrieben von Online-Redaktion   
Montag, 10. November 2008

So viele Schülerinnen wie noch nie – nämlich exakt 510 - besuchen im Schuljahr 2009/2010 die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau. Dabei stammen nicht alle Schülerinnen aus Monschau, viele Schülerinnen kommen aus Vossenack, aus Schmidt oder aus dem Stadtgebiet Aachen (Brand, Kornelimünster, Walheim, Friesenrath, Hahn) und aus dem Stadtgebiet Stolberg (Venwegen, Breinig, Zweifall, Büsbach).

Im Schuljahr 2009/2010 lernen Schülerinnen an St. Ursula in 18 Klassen!

Am Nachmittag nehmen in 7 Gruppen mehr als 120 Schülerinnen am Silentium und/oder der Nachmittagsbetreuung mit warmem Mittagessen teil. Die Gruppen werden von Lehrern bei den Hausaufgaben und von Sozialpädagoginnen bei der Freizeitgestaltung betreut.

Arbeitsgemeinschaften

Am Nachmittag nehmen in 7 Gruppen mehr als 120 Schülerinnen am Silentium/der Nachmittagsbetreuung mit warmem Mittagessen teil. Die Gruppen werden von Lehrern bei den Hausaufgaben und von Sozialpädagoginnen bei der Freizeitgestaltung betreut.

Die Schule bietet 14 verschiedene AGs an. Darunter sind 4 unterschiedliche Computer-AGs.

Besonders viel Unterricht!

Es gibt so gut wie keinen Unterrichtsausfall. Die Klassen 5 – 10 haben 29 bis 34 Wochenstunden. Es wird viel Sport unterrichtet – 3 Stunden für jede Klasse.

G9 statt G8:

Sehr viele Schülerinnen – mehr als 1/3 – besuchen nach der Klasse 10 mit einem guten Zeugnis (Qualifikation) zu weiterführenden Gymnasien in Monschau, Schleiden, Vossenack und Aachen. Andere besuchen die Klasse 11 von Fachoberschulen in Simmerath und Aachen. Man kann also auch Abitur oder Fachabitur nach dem Besuch von St. Ursula machen, dann allerdings in 9 statt in 8 Jahren. Die verkürzte Gymnasialzeit auf 8 Jahre "G8" bringt manche Kinder an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Debatten um die verkürzte Gymnasialzeit sind nach wie vor nicht verebbt. Manche Eltern fürchten gar um einen Verlust an ausgelebter Kindheit. Viele glau­ben zumindest an starke Beeinträchtigung.

In der 4. Klasse beginnt für Eltern und Kinder die Suche nach der passenden weiterfüh­renden Schule. Falscher Ehrgeiz kann dabei zu Schwierigkeiten führen. Wohin geht die Bildungsreise meines Kindes? Welche weiterführende Schule besucht mein Kind? Das will sehr gut überlegt sein.

Viele Eltern klagen, "G8" sei ein Turbo-Abitur, überfordere ihre Kinder.

Die bereits sehr umfangreiche Berufswahlvorbereitung wird an St. Ursula im laufenden Schuljahr noch durch ein neues Projekt erweitert. Das Projekt heißt „Take off“ und beinhaltet eine Firmengründung durch 5 – 10 Schülerin­nen der Schule, begleitet von der Sparkasse Aachen.

Statt eines zweiten Schülerbetriebspraktikums können Schülerinnen der St. Ursula-Schule dem­nächst als Modellprojekt für Neuntklässler (das Projekt gibt es schon für die Klasse 11 der gym­nasialen Oberstufe) in einer Gruppe von 5 bis 10 Personen eine Firma gründen, der Firma einen Namen geben, die Rechtsform festlegen, ein Marketingkonzept entwickeln, ein Fir­menlogo und Geschäftspapiere sowie einen Flyer und ein Plakat gestalten und dann ihre Firma präsentieren, indem man die Firma, das Produkt, die Geschäftsidee vorstellt und von Mitarbeitern der Sparkasse Aachen, aber auch Lehrern nach 7 Checkpunkten beur­teilen lässt.

Dabei sollen Schülerinnen ihre Stärken erkennen, ungewöhnliche Einfälle ausprobieren, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln und eine Angst vor der beruf­lichen Zukunft soll gar nicht erst entstehen, Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein sollen gefördert werden.

Obwohl es sich hierbei um die Vorstufe zu einer tatsächlichen Gründung handeln kann, entstehen keine realen Kosten, kein reales Risiko. Man kann keine Fehler oder Fehlent­scheidungen treffen, sondern nur Erfahrungen sammeln.

Sollte das Pilotprojekt an der St. Ursula-Schule erfolgreich ablaufen, wird die Sparkasse Aachen prüfen, ob sie dieses Angebot nicht flächendeckend in ihrem Einzugsgebiet für Neuntklässler machen wird.