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78 Damen für ihre Zukunft ausgerüstet

30.06.2019 10:19:26 | Nicole Jansen

78 Damen für ihre Zukunft ausgerüstet

 

Abschlussfeier der Mädchenrealschule St. Ursula in der Eicherscheider Tenne. Alle haben ein Examen.

 

Monschau/eicherscheid Im Rahmen einer kurzweiligen und emotionalen Abschlussfeier in der Eicherscheider Tenne wurden 78 Schülerinnen der Bischöflichen Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau verabschiedet.

Mit Freude verkündete Schulleiterin Dorothee Spinrath, dass alle jungen Damen einen Abschluss erreicht haben. „Am Ende zählt das Ergebnis, egal wie anstrengend der Weg dorthin war, welche Mühen und Unterstützung dies für euch gekostet hat, welche Umwege gemacht wurden“, betonte sie.

Durchstarten in nächste Phase

Ihr Dank galt Pfarrer Matthias Fritz, der zusammen mit der Schulseelsorgerin Regine Förster eine Messe mit viel Vorbereitungszeit in der Monschauer Aukirche zelebriert hatte. „Ihr seid heute die Hauptpersonen. Nach der Grundschule habt ihr mit dem Schulabschluss an St. Ursula den zweiten Abschnitt geschafft, um nun in die nächste Phase durchstarten zu können. Ich hoffe, dass es für die meisten Schülerinnen rückblickend eine gute Zeit an unserer Schule war. Es lohnt sich, Lebensträume zu haben und dafür zu kämpfen und sich einzusetzen, damit sie sich vielleicht erfüllen. Zielorientierung mobilisiert bei euch wie bei allen Menschen Kräfte. Mein Wunsch an euch und an eure Familien besteht darin, Lebensträume zu schaffen, die nicht nur Kraft geben, sondern auch Erfüllung und Zufriedenheit. Brecht auf und verwirklicht mit bescheidenen Mitteln euren Lebenstraum!“, sagte sie. Sie würdigte das Engagement der Klassenlehrerinnen Andrea Derichs, Ute Corsten, Elke Scherberich, Marie-Antoinette Werrens und Katharina Ruffing, die mit ihren Schülerinnnen „viele Höhen und Tiefen erlebt“ hätten.

Manuel Verhufen vom Bistum Aachen, dem Schulträger der Mädchenrealschule, sieht den Auftrag der Schule in der Entfaltung der Persönlichkeit eines jeden einzelnen als erfüllt an. „Ich sehe hier nur viele starke Frauen, die die Schule nunmehr verlassen werden. Es ist gut zu wissen, dass ihr verschiedene Schulpastoralangebote wahrgenommen habt. Schulen sind Orte, an denen Werte gelebt werden. Ich hoffe, dass ihr in eurem weiteren beruflichen und privaten Wirken Verantwortung übernehmen werdet“, gab er den Schülerinnen mit auf den Weg.

Optimismus nicht verlieren

In Vertretung der Bürgermeister der drei Nordeifelkommunen waren Waltraud Haake (Monschau), Bernd Goffart (Simmerath) und Anita Buchsteiner (Roetgen) der Einladung zur Abschlussfeier gefolgt. Waltraud Haake betonte: „Die Schule hat euren Alltag für einige Jahre geprägt. Nunmehr beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Ganz neue Herausforderungen kommen auf euch zu. Mein Wunsch an euch besteht darin, dass ihr den Optimismus nicht verliert und dass ihr die Dinge positiv angehen werdet.“

Die Klassensprecherinnen Laura Brand, Lara Schulz, Julia Huppertz, Lara Samira Bendjeddou, Chiara Linzenich (zugleich auch Schülersprecherin) und Miriam Luysberg sowie die Schülersprecherin Lisa Schwarz berichteten in witzigen Geschichten über Geschehnisse, die sich in den einzelnen Klassen sowie bei Klassen- und Abschlussfahrten zugetragen hatten. „Wir haben mit einigen Unwägbarkeiten kämpfen müssen. Wenn es aber darauf ankam, haben wir alle zusammengehalten. 2.157 Tage an der Schule gehören nunmehr der Vergangenheit an“, war ihr allgemeiner Tenor. Sie waren voll des Lobes für ihre Lehrer, die sie mit Geschenken von der Bühne verabschiedeten.

Umrahmt von Liedern der jeweiligen Schülerinnen der Klassen 10a („Read all about it“), 10b („Let her go“) und 10c („Wir sind“) erfolgte die Zeugnisausgabe durch die Schulleiterin Dorothee Spinrath.

So geht’s weiter

Nach den Ferien beschreiten 42 Schülerinnen den Weg der gymnasialen Oberstufe mit dem Ziel der Erlangung des Abiturs, 27 weitere besuchen verschiedene Schulen, um das Fachabitur abzulegen, und neun beginnen eine Ausbildung. (ame)

29.06.2019 / Eifeler Nachrichten / Seite 19 / LOKALES